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Erzeugung von Strom wird zum Negativgeschäft

Am 8. Mai war es wieder einmal soweit: Für einige Stunden wurden Pakete mit deutschem Strom an der Strombörse mit einem negativen Preis gehandelt. Die Erzeuger mussten 24 Cent pro Kilowattstunde bezahlen, damit sie die Energie aus ihren Werken überhaupt in das deutsche und das europäische Netz einspeisen durften. Was sich an diesem Tag ereignet hat ist aber in den letzten Monaten keinesfalls mehr eine Seltenheit. Immer häufiger wird die Erzeugung von Strom zu einem negativen Geschäft. Allerdings profitieren die Verbraucher davon nicht in dem Maße, wie man es meinen sollte.

Die Entwicklung von negativen Preisen für Strom

Bereits seit zwei Jahren kommt es in immer häufigeren Abständen vor, dass die Erzeuger von Strom in Deutschland dafür bezahlen müssen, ihre Produktionen loszuwerden. Sie haben es geschafft eine Menge zu produzieren, die weit über dem Bedarf steht. Das gilt besonders unter dem Eindruck, dass auch die anderen europäischen Länder ihre Produktion angezogen haben und auf die guten Möglichkeiten für erneuerbare Energien setzen. Der Grund für diesen Zustand ist aber vor allem die Schuld der Konzerne selber, die sich noch nicht auf die neuen Bedingungen in der Produktion eingestellt haben.

Bald Sonnensteuer für Solar?Durch die immer stärkere Fixierung auf die erneuerbaren Energien, werden mit der Hilfe von Strom- und Windkraft auch immer stärkere Kapazitäten durch die Erzeuger generiert. Diese haben aufgrund der Gesetzeslage in Deutschland Priorität beim Verbrauch. Nun ist es aber so, dass es in Deutschland noch immer eine Vielzahl an alten Kraftwerken gibt. Die Kohle- und Atomkraftwerke lassen sich, im Gegensatz zu den flexiblen Generatoren der erneuerbaren Energien, nicht einfach so abschalten, wenn ihre Produktion nicht weiter benötigt wird. Besonders an den Wochenenden, wenn Gewerbe und Industrie nicht zu den großen Verbrauchern gehören, und gutes Wetter ist, werden auf diese Weise deutliche Überkapazitäten in Deutschland erzeugt. Nun ist weit mehr Strom vorhanden, als die Abnehmer benötigen. Die Folge ist, dass die Konzerne für einige Stunden oder ganze Tage gezwungen sind, den Abnehmern etwas dafür zu bezahlen, dass sie ihre überschüssigen Produktionen auch loswerden.

Dass es keine Seltenheit ist, dass dieses Phänomen zu beobachten ist – ganz im Gegenteil – zeigt ein Blick auf die Statistik. 25 Tage im Jahr 2015 war die Situation eingetreten, dass die Produzenten dafür zahlen mussten, dass jemand sich ihrer Leistungen annimmt. Trotzdem gibt es noch kein Umdenken und auch die Verbraucher profitieren nicht von dieser Wende auf dem Markt.

Nötige Änderungen auf dem deutschen Markt für Strom

Eigentlich sollte dies bedeuten, dass die Verbraucher deutlich davon profitieren und es zu Senkungen bei den Preisen kommt. Da die Konzerne aber langfristig denken und jetzt die Preise nicht senken möchten, nehmen sie lieber hin, dass sie an manchen Tagen für ihre Leistungen etwas bezahlen müssen. Allerdings wird die Entwicklung in den nächsten Jahren zunehmen. Immer mehr Windräder und Solar-Kraftwerke sorgen auch für eine stetige Steigerung der entsprechenden Ressourcen, die in diesem Bereich aufgewendet werden. Das führt zu noch mehr erneuerbaren Energien, die Vorteile gegenüber den fossilen Stoffen haben. Langfristig werden sich die Energiekonzerne in Deutschland daher Gedanken machen müssen. Die veralteten Kraftwerke für Kohle und Atom müssen abgeschaltet werden, wenn sie nicht wollen, dass noch mehr Tage im Jahr zu einem Minus-Geschäft werden. Alternativ könnte natürlich auch eine Reform der Strompreise in Angriff genommen werden. Das ist allerdings ein frommer Wunsch und wird mit Sicherheit nicht passieren.